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Die größten Stilsünden der Business-Kleidung

Extravaganter oder besser gekleidet zu sein als der eigene Chef, gilt nach den Aussagen von Katharina Starlay als eine der größten Modesünden im Hinblick auf die Business-Kleidung. Die Modedesignerin geht davon aus, dass jeder, der sich modisch vor den Chef hebt, eine Hand am Chefsessel hat. Im Folgenden entlarven wir ähnlich modische Stilsünden im Hinblick auf den Berufsalltag.

Katharina hilft Einzelpersonen im Berufssegment und im Hinblick auf die Karriere. Gemeinsam mit ihren Klienten optimiert sie deren persönlichen Auftritt und die Wirkung über eine effektive Kombination der Kleidungsstücke. Als ein Mitglied des deutschen Knigge Rats hat sie bereits zahlreiche Beiträge zum beruflichen Dresscode herausgegeben und in diesem Zusammenhang auch Stilsünden aufdecken können.

Unpassende Kleidung als größte Stilsünde

Auch der Frankfurter Stilberater Andreas Rose deutet auf die aktuellen Trends und warnt vor Stilsünden, die sich negativ auf Persönlichkeit und Charisma auswirken. Dabei peppt er ein tristes Outfit im Handumdrehen mit einem farbigen Accessoire auf. Rose sieht den unpassend geschnittenen Blazer, der die Körperlinie nicht gut dastehen lässt, als No-Go ebenso wie ein schlechtsitzender Rock oder eine zu kurz geschnittene Hose. All diese Fehlgriffe offenbaren Ihre Unsicherheit und Unwissenheit. Rose warnt in diesem Zusammenhang vor einem zu lässigen Auftreten. Er geht so weit und verbannt den sportlichen Look in den Freizeitbereich.

Wählen Sie die Kleidung in der passenden Größe. Dieser Blazer würde eine Größe kleiner das Outfit abrunden.

Bestimmen Sie Ihren Farbtyp

In einem ersten Schritt sollte die Kleidung farblich mit Ihrem Teint harmonieren. Stilberaterin Sylvia Ebner legt allen ihren Kundinnen in ihrem Atelier in der Reutlinger Straße in Stuttgart Schals und Tücher in verschiedenen Farben über die Schulter, um die Wirkung und das Zusammenspiel zwischen der Farbe und dem Hautton zu visualisieren. Die Modeberaterin bezieht ihre Analyse auf die Jahreszeitentypen:

Jahreszeiten Optimale Farben Eigenschaften
Frühlingstypen
  • leuchtende, frische Farbe
  • Lindgrün
  • Apricot
  • Lachs und Koralle
  • Rot und Brauntöne
  • heller Teint
  • blondes, rotbraunes, goldiges Haar
  • Augen: hellblau, braun, Goldgrün, Bernsteinfarben
Sommertypen
  • zarte und gedeckte Farben
  • Taubenblau, leichtes Rosa, Flieder
  • Brau-Beige oder Taupe
  • Mint oder Bordeauy
  • rosige Haut - leicht bläulicher Schimmer
  • blonde, hellbraune Haare
  • Sommersprossen
  • Augen in Aquamarin oder Haselnuss, Dunkelbraun
Herbsttypen
  • warme, erdige Farben
  • Dunkelbordeaux, Petrol und Aubergine
  • Gedeckte Orangetöne
  • Ziegelrot und Senfgelb
  • helle und blasse Haut
  • Kupfer und rötliches Haar
  • Bernsteinfarbene und dunkelbraune Augen
Wintertypen
  • klare und leuchtende Farben
  • blauer Unterton
  • Hellblau oder Royalblau
  • Pink, aber auch schwarz und weiß
  • olivfarbene oder sehr helle Haut
  • schwarze oder dunkelbraune Haare
  • klare blaue oder dunkelblaue Augen

Diese Farben passen zu Ihrem Jahreszeiten-Typ.

Diese haben sich mit den siebziger Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt. Man fand heraus, dass Farben eine dominante Rolle bei der korrekten Auswahl der Bekleidung und der persönlichen Ausstrahlung einnehmen. Das Prinzip ist simpel: Treten Sie in einer unvorteilhaften Farbe auf, erwecken Sie einen nachteiligen Eindruck. Sylvia Ebner bezeichnet ihren Berufszweig als äußerst sensibles Geschäft und fragt aus diesem Grund jeden ihrer Klienten, was er oder sie an sich verändern möchte. Aus ihrer Erfahrung zielen Frauen vor allen Dingen darauf ab, das Beste aus Ihrem Typ herauszuholen. Leider wird das praktische Outfit, bestehend aus Jeans und T-Shirt, oftmals flächendeckend in Freizeit und Beruf getragen. Es ist an der Zeit, diese Grenzen zu übergehen und stilvolle sowie farblich passende Kleidungsstücke miteinander zu kombinieren.

Berufliches Stilbewusststein lässt sich erlernen

Auf die Frage, was gar nicht geht, entgegnet die Stilberaterin: ungeputzte Schuhe und unpassende Kleidung. In diesem Zusammenhang ist auf den unterschiedlichen Dresscode hinzuweisen. Hier lassen sich zum Beispiel folgende Branchen unterscheiden:

  • Banken und den Wirtschaftssektor,
  • der kreative Bereich,
  • soziale Berufen sowie
  • der Dienstleistungssektor.

Dabei beruhigt die Expertin gerade die Laien: Laut ihrer Aussage lässt sich modischer Geschmack erlernen und trainieren. Bereits kleine, optische Veränderungen erzielen einen maximalen Effekt.

Aufdringliche, florale Muster, pelzbesetzte Kragen und Ärmel, auffallende Fransen und enorm große Goldknöpfe sowie farblich abgesetzten Taschen kommen den modischen Stilsünden im Hinblick auf ein feminines Outfit einen Schritt näher. Darüber hinaus sollte ein weibliches Kostüm nicht ganz so verspielt romantisch daherkommen. Greifen Sie zu dezenten Outfits und verkneifen sich übertriebenen Schnickschnack. Leider verwechseln viele ein schlichtes Kostüm oder Outfit mit einem langweiligen Look. Gehen Sie stattdessen geradlinig und elegant durch das Büro, denn auf diese Weise fällt es Ihrem Betrachter um ein Vielfaches leichter, Ihre eigentliche Persönlichkeit zu erkennen. Lassen Sie Bluse, Blazer, Rock und Hose zu einer farblich abgestimmten Einheit verschmelzen und orientieren sich an Ihrer Persönlichkeit.

Ein echter Hingucker: Stilvolles, leichtes Kleid mit auffälliger Statement-Kette.

Soziale Berufe: Kindergarten, Schule und Betreuung

Arbeiten Sie in einem sozialen Beruf, steht ein offenes, freundliches Auftreten im Fokus. Bequemes Schuhwerk in Kombination mit einer unverkrampften Stoffhose, einer leichten Bluse und Jacke bilden die optimale Grundlage für ein Wohlgefühl bis zum Feierabend hinweg. Gerade gedeckte Farben sollten Sie nur mit Vorsicht einsetzen, da diese zumeist distanzierend wirken. Kinder reagieren vor allem auf freundliche, kräftige und helle Farben, wie Rot, Grün, Blau, Gelb und Rosa, aber auch Türkis, positiv. Spielen Sie mit den Nuancen und unterschiedlichen Farbtönen in Ihrem Outfit und ein gelungenes Auftreten ist Ihnen sicher.

Was empfehlen Experten und Stilberater?

Andreas Rose verweist darauf, dass viele Chefs zu hohe Absätze nicht gern sehen. Stilvoll gekleidete Damen tragen auch an heißen Tagen eine Strumpfhose. Freie Schultern direkt am Arbeitsplatz und am Schreibtisch gehen in Ordnung. Gehen Sie auf ein Meeting, nehmen Sie eine leichte Jacke mit. Vermeiden Sie gerade bei einer Besprechung auffallend klimpernden Modeschmuck, dieser lenkt vom Wesentlichen ab.

Dienstleistungssektor: Service, Hotelfachfrau, Einzelhandelsverkäuferin

In kaum einem anderen Job spielt Ihre Außenwirkung eine so entscheidende Rolle wie im Dienstleistungssektor. Sie treffen täglich auf Kunden, so gilt Ihr Outfit als persönliche Visitenkarte des Hotels, der Boutique oder des Restaurants, in dem Sie arbeiten. Orientieren Sie sich an dem Unternehmen, der Dienstleistungen und den Produkten, die Sie anbieten. Einige Filialen schreiben spezifische Berufskleidung vor, andere lassen Angestellten mehr Freiheit in der Kleiderwahl. Entscheiden Sie sich für bequeme und perfekt sitzende Kombinationen aus Jeans, Stoffhose, Bluse und Shirt und werten Ihr Outfit mit einem passenden Accessoire, wie einem Tuch, einem Schal und dezentem Schmuck auf. Achtung: In der Gastronomie und im Hotelgewerbe herrschen restriktive Vorschriften, so gelten Schmuck und offenes Haar als Tabu.

Rose verweist in diesem Zusammenhang auf die Grundausstattung jeder erfolgreichen Frau. Sie sollte einen klassischen Hosenanzug, einen Bleistiftrock, einen schwarzen Blazer, ein Twinset oder Etuikleid im Kleiderschrank haben. Obwohl gerade Frauen in sozialen Berufen mit einem eher praktischen Outfit - wie Jeans, Chinos, Bluse und Shirt in freundlichen Farben - gut beraten sind. Im Schmuckbereich empfiehlt der Stilberater dezente Ohrringe und einen leichten Goldarmreifen oder eine Kombination aus einem angesagten Lederarmband und kleinen Schmucksteinen. Diese Accessoires verleihen Ihrem Outfit einen gediegen zart femininen Look und stören Sie über den Tag hinweg nicht.